Ordnung im Kinderzimmer: 7 Tipps damit Aufräumen zum Kinderspiel wird

Ordnung im Kinderzimmer ist wichtiger, als sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Kinderzimmer sind oft ein Ort des kreativen Chaos, in dem sich Spielsachen, Bücher und Kleidung wild durcheinander tummeln. An sich ist dies auch gut so, Kinder sollen die Möglichkeit haben, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und sich mit vielen unterschiedlichen Dingen beschäftigen können. Damit das Chaos nicht überhandnimmt und das Kinderzimmer ein Wohlfühlort bleibt, muss allerdings auch wieder aufgeräumt werden. Auch wenn dies im ersten Moment nach einer schwierigen Aufgabe klingt, gibt es ein paar einfache Strategien, um dauerhafte Ordnung zu schaffen. Diese kommen nicht nur Eltern, sondern auch den kleinen Bewohnern zugute. In diesem Beitrag erfährst du, wie du das Kinderzimmer deines Sprösslings in eine geordnete Oase verwandelst und warum dies wichtig ist.

Falls du noch auf der Suche nach Tipps und Tricks bist, um das Zimmer deines Kindes einzurichten, empfehle ich dir dies Beiträge: 10m2 Kinderzimmer einrichten und Kinderzimmer einrichten für ein Schulkind.

Der erste Schritt zu dauerhafter Ordnung ist ausmisten

Bevor wir uns daran machen, Ordnung zu schaffen, ist es wichtig, sich von überflüssigen Dingen zu trennen. Dass immer wieder neue Dinge in dem Kinderzimmer Platz finden müssen, liegt zum einen daran, dass Kinder heutzutage meist reich beschenkt werden, sich von ihrem Taschengeld Dinge selber kaufen, aber auch daran, dass sie wachsen und immer wieder neue Dinge benötigen. Im Laufe eines Jahres kommt nicht neue Kleidung dazu, sondern auch neue Schulmaterialien, neue Bücher und neues Spielzeug. Ein Teil der alten Dinge wird vielleicht laufend ausgemistet. Oftmals bleibt aber auch eine Vielzahl an Dingen in den Regalen und Schränken liegen. Es ist wichtig, diese Dinge so weit es geht auszumisten, um Raum für neue Dinge zu schaffen. Ohne ausreichend Raum ist es unmöglich, Ordnung zu halten.

Außerdem ist regelmäßiges Ausmisten nicht nur eine praktische Notwendigkeit, sondern auch eine wertvolle Lektion für Kinder, um den Wert von Besitz und die Bedeutung von Ordnung zu verstehen. Entscheide gemeinsam mit deinem Kind, welche Spielsachen noch bespielt werden und welche vielleicht weitergegeben oder entsorgt werden können. Spielzeug, das dein Kind noch nicht bereit ist abzugeben, kann in separaten Kisten, die immer wieder rotiert werden, gelagert werden. Dieser Prozess kann auch helfen, den emotionalen Wert von Gegenständen zu reflektieren und Platz für neue Erlebnisse zu schaffen. Falls du dir die Frage stellst, wie viel Spielzeug sinnvoll für dein Kind ist, empfehle ich dir diesen Artikel.

Odnung im Kinderzimmer:

Ausreichend Stauraum schaffen

Neben dem Ausmisten ist ausreichend Stauraum entscheidend, um Ordnung im Kinderzimmer zu halten. Kinder sammeln im Laufe der Zeit viele Dinge an, sei es Spielzeug, Bücher oder Kleidung. Ein Kleiderschrank, der ausreichend Platz für Kleidung bietet, sowie ausreichend Regale oder Schubladen, die genug Stauraum für Bücher und Spielzeug bieten, sind ein absolutes Muss. Aber auch kleinere Ecken im Kinderzimmer können geschickt eingeplant werden, um Stauraum zu schaffen. Nutze Nischen und ungenutzte Ecken kreativ aus, indem du zum Beispiel kleinere Regale oder Schubladen einbaust. Diese bieten nicht nur zusätzlichen Platz, sondern können auch als Rückzugsort für dein Kind dienen, wo es ungestört spielen und träumen kann. Besonders schöne und außergewöhnliche Stauraum Ideen findest du hier. Ein gemütlicher Rückzugsort kann auch dazu beitragen, dass Kinder ihre Spielsachen ordentlich verstauen, um die Wohlfühlatmosphäre zu bewahren.

Regal mit Boxen für Spielzeug für Ordnung im Kinderzimmer
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Schubladenelement für Ordnung im Kinderzimmer
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Hängendes Regal für Spielzeug für Ordnung im Kinderzimmer
COSTWAY Bücherregal für Kinder

Ordnung im Kinderzimmer: Unterschiedliche Zonen schaffen

Eine weitere effektive Methode, um Ordnung im Kinderzimmer zu halten, ist das Schaffen unterschiedlicher Zonen für verschiedene Aktivitäten. Eine gut definierte Spielecke, eine gemütliche Leseecke und eine ruhige Schlafzone helfen dabei, den Raum zu strukturieren und das Aufräumen zu erleichtern. Kinder können sich besser konzentrieren, wenn sie einen klaren Bereich für jede Aktivität haben, und sie lernen, ihre Spielsachen nach dem Gebrauch an ihren Platz zurückzubringen. Die Dinge können dann einfacher einen bestimmten Bereich im Raum zugeordnet werden. Besonders wichtig ist dies für Schulkinder. Ein klar definierter Bereich, der zum Verstauen der Schulsachen festgelegt wird, erleichtert es später auch Dinge wiederzufinden. Das System kann dabei denkbar einfach sein: Lege mit deinem Kind gemeinsam fest, wie viel Platz es für Schulutensilien, Bücher und Hefte benötigt. Als nächstes legt ihr fest, wie sich diese Dinge am besten verstauen lassen. Ob in Schubladen, Regalen, Boxen oder einer Kombination aus den vorherigen. So landen diese Dinge nicht an unterschiedlichen Ecken, sondern immer im gleichen Bereich.

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Bodenmatte um Bereich im Kinderzimmer abzugrenzen
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Bücherregal mit Rollen für Ordnung im Kinderzimmer
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Das passende Ordnungssysteme wählen

Es gibt verschiedene Ordnungssysteme, die je nach Vorlieben und Bedürfnissen des Kindes eingesetzt werden können. Ein nach Kategorien sortiertes System kann besonders für ältere Kinder sinnvoll sein, da es ihnen hilft, bestimmte Dinge leichter zu finden. Jüngere Kinder hingegen könnten von einem System profitieren, das nach Farben sortiert ist, da dies ihr Verständnis für Ordnung und Kategorisierung fördert. Wichtig ist, dass das gewählte System einfach und intuitiv zu nutzen ist, damit das Aufräumen für Kinder nicht zur Herausforderung wird.

Zu einem Ordnungssystem gehören auch einfache Regeln. Zum Beispiel, dass Dinge an den für sie gekennzeichneten Orten verstaut werden. Oder dass gewisse Bereiche leer bleiben. Bei uns gehört dazu zum Beispiel der Schreibtisch. Er darf nicht als allgemeine Ablage für alles genutzt werden, das auf die Schnelle keinen Platz findet. Grund dafür ist, dass dieser bereit sein soll, wenn das Kind etwas daran malen, lernen oder spielen möchte. Besonders bei größeren Kindern ist es sinnvoll, gemeinsam einfache Regeln festzulegen. Für das Kind ist es dann einfacher zu verstehen, warum es sinnvoll ist, Ordnung zu halten.

Einfache Ordnungshelfer im Kinderzimmer

Körbe, Boxen und Aufbewahrungsboxen sind einfache, aber effektive Ordnungshelfer im Kinderzimmer. Sie ermöglichen es, Spielzeug und Kleidung schnell und unkompliziert zu verstauen und sorgen gleichzeitig für eine aufgeräumte Optik. Kinder können ihre Spielsachen nach dem Spielen einfach in die entsprechenden Behälter legen, was das Aufräumen erleichtert und ihnen ein Gefühl von Selbstständigkeit vermittelt. Aufbewahrungsboxen haben gegenüber Schubladen den Vorteil, das sie auch mal mitten in das Kinderzimmer gestellt werden können und schnell ein- und ausgeräumt werden können.

Klare Beschriftung macht Ordnung im Kinderzimmer leicht

Beschrifte die Aufbewahrungsboxen und Schubladen deutlich, damit dein Kind weiß, wo welche Dinge hingehören. Bilder oder Symbole können gerade bei jüngeren Kindern dabei helfen, Ordnung zu halten und selbstständig aufzuräumen. Ein visuelles System erleichtert es Kindern, ihre Spielsachen zu identifizieren und zurückzubringen, ohne dass sie jedes Mal nachfragen müssen. Dies fördert ihre Unabhängigkeit und gleichzeitig ihre kognitiven Fähigkeiten.

Ich nutze dafür gerne Thermo Etikettendrucker. Diese sind leicht zu bedienen und die Etiketten lassen sich bei Bedarf rückstandslos entfernen und schnell austauschen. Beschriftete Schubladen helfen den Kindern nicht nur dabei aufzuräumen, sondern auch, wenn sie nach einem bestimmten Gegenstand suchen. Sie gewöhnen sich mit der Methode daran, dass Dinge nicht einfach in irgend eine Schublade gehören, sondern einen bestimmten Platz haben.

Kinder zum Aufräumen motivieren

Das Aufräumen kann für Kinder manchmal eine lästige Pflicht sein. Kinder haben oft andere Prioritäten und sehen das Aufräumen nicht als wichtig an. Sie konzentrieren sich lieber auf Dinge, die in ihren Augen mehr Spaß machen. Ist die Unordnung zu groß, herrscht auch gerne mal Überforderung. Das Gefühl, dass sie die Aufgabe nicht bewältigen können, sorgt für Entmutigung. Aufräumen wird dann vermieden.

Doch mit etwas Kreativität und Spiel kann das Aufräumen zu einem positiven Erlebnis werden. Belohne dein Kind zum Beispiel mit einem kleinen Extra, wenn es sein Zimmer ordentlich hält, oder macht das Aufräumen zu einem gemeinsamen Spiel. Kinder lernen durch positive Verstärkung, dass Aufräumen nicht nur eine lästige Pflicht ist. Aufräumen kann auch Spaß machen, besonders, wenn Kinder merken, dass sie für ihre Bemühungen belohnt werden. Hier kommen sind einige Tipps und Ideen, wie sich dies im Alltag umsetzen lässt:

Kinderzimmer im dem es sich leicht Ordnung halten lässt.

Mache das Aufräumen zu einem Spiel

Kinder lieben Spiele, daher kann das Aufräumen zu einem unterhaltsamen Spiel werden. Zum Beispiel könntest du ein Zeitrennen veranstalten und sehen, wer am schnellsten aufräumen kann. Bei kleineren Kindern sind Aufräumlieder, zu denen ihr gemeinsam singt und tanzt, während ihr aufräumt, sehr beliebt. Indem du das Aufräumen in ein lustiges und interaktives Spiel verwandelst, wird es für dein Kind viel ansprechender. Ist die Unordnung mal sehr überwältigend, hilft es, das Aufräumen in kleinere, überschaubare Spieleinheiten oder Aufgaben zu teilen.

Setze klare Erwartungen

Es ist wichtig, klare Erwartungen zu setzen und deinem Kind zu erklären, warum es wichtig ist, sein Zimmer aufzuräumen. Sprich darüber, wie ein aufgeräumtes Zimmer dabei hilft, Dinge schneller zu finden, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und Verantwortung für den eigenen Raum zu übernehmen. Wenn Kinder den Sinn hinter dem Aufräumen verstehen, sind sie eher bereit, mitzuhelfen.

Biete positive Verstärkung an

Belohne dein Kind für seine Bemühungen beim Aufräumen. Dies könnte eine kleine Belohnung sein. Zum Beispiel ein Aufkleber auf einer Belohnungstafel oder zusätzliche Spielzeit am Ende des Tages. Lob und Anerkennung sind ebenfalls wirksame Formen der positiven Verstärkung. Wenn dein Kind sieht, dass sein Aufräumen geschätzt wird, wird es motiviert sein, weiterhin mitzuhelfen.

Mache das Aufräumen zu einer täglichen Routine

Integriere das Aufräumen in die tägliche Routine deines Kindes, damit es zur Gewohnheit wird. Zum Beispiel könntet ihr vereinbaren, dass das Zimmer jeden Abend vor dem Zubettgehen aufgeräumt wird. Eine feste Routine hilft dabei, dass das Aufräumen zu einem natürlichen Teil des Tagesablaufs wird und weniger Widerstand seitens des Kindes hervorruft. Ein hilfreicher Trick ist es auch, Aufräumen einer bestimmten Aktivität, die dein Kind besonders gerne mag, als Teil des Tagesablaufes zu integrieren. Das Kind freut sich dann schon auf das, was nach dem Aufräumen kommt. Das Aufräumen eine eher unliebsame Aufgabe ist, wird gerne schnell vergessen und Aufräumen geht mit Leichtigkeit.

Warum ist Ordnung im Kinderzimmer wichtig?

Ordnung im Kinderzimmer ist nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Kinder selbst wichtig. Ein aufgeräumtes Zimmer schafft eine angenehme Atmosphäre zum Spielen und Entspannen und fördert gleichzeitig die Konzentration und Kreativität. Zudem hilft es den Kindern, Verantwortung für ihren eigenen Raum zu übernehmen und Selbstständigkeit zu entwickeln. Ein ordentliches Umfeld trägt auch dazu bei, Stress und Unruhe zu reduzieren. Es ermöglicht Kindern, sich besser zu konzentrieren und zu entfalten.

Insgesamt ist das Schaffen von Ordnung im Kinderzimmer ein wichtiger Schritt, um eine harmonische und funktionale Umgebung für dein Kind zu schaffen. Mit den richtigen Strategien und etwas Geduld kannst du gemeinsam mit deinem Kind ein gemütliches und aufgeräumtes Reich gestalten, in dem sich kleine und große Träume verwirklichen lassen.

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